Stimmen
Martin Ott
Von Kühen und ihren Menschen.
Irgendwann vor tausenden von Jahren haben sich Kühe wie Menschen entschlossen, gemeinsame Wege zu gehen. Es ist nicht nachgewiesen, wer den ursprünglichen Impuls für diese Symbiose gegeben hatte. War es das «Beutetier» Kuh, das beim Menschen Schutz suchte, oder war es der Mensch, der sich die Möglichkeiten der grasfressenden Kühe für eine verbesserte Eiweissversorgung und damit vor allem für sein weiteres Gehirnwachstum und der darauffolgenden möglichen geistigen Entwicklung zu Nutze machte. Die in die Ursprünge der menschlichen Zivilisation reichende Zusammenarbeit von Kuh und Mensch ist heute unter Wissenschaftler ein typisches Beispiel einer genetischen Koevolution, andere sagen Kooperation. Ich sage, eine Art Vertrag.
Das Verhältnis und die Beziehung zwischen «Kuh» und «Mensch» wurde regional in Afrika, Europa, in den Alpenräumen, dem Kaukasus, dem Tibet und anderswo in aller Unterschiedlichkeit auch ähnlich interpretiert. Sie stand am Anfang der Entwicklung von Landwirtschaft. Dem Bleiben vor Ort. Die Sesshaftigkeit, eines der entscheidenden Schritte menschlicher Kulturentwicklung und lange ein Hochrisikoprojekt, war erfolgreich nur mit der Kuh möglich. Das Herumziehen endgültig aufzugeben, an einem bestimmten Ort zu bleiben, brauchte die Hilfe eines Tieres, das am selben Ort «Scheissen» und Fressen kann, ohne dabei krank zu werden. Nur die Kuh kann dies wirklich. Andere Grasfresser wie Ziege, Schaf, Pferd, Antilope usw. werden im Gegensatz zur Kuh krank, wenn sie nicht grundsätzlich dauernd ziehen können. Nicht zuletzt auch wegen der Parasiten, welche sich im Zusammenspiel zwischen Boden und jeweiliger Darmflora zum Teil auch mit spezifischen Zwischenwirten entwickeln.
Die Kuh nimmt also für die menschliche kulturelle Entwicklung eine kaum zu überschätzende zentrale Stellung ein, von der Wiege der menschlichen Geschichte, bis heute.
Ich betrachte es darum als eine Bringschuld, der in der Landwirtschaft tätigen Menschen, die Kuh zu verstehen, die Würde und das Wesen dieser wunderbaren Tiere, wenigstens im Ansatz ergründen zu können, um den Kooperationsvertrag weiter zu erfüllen.
Die Haltung des Menschen in diesem Vertrag änderte sich aber in den letzten zweihundert Jahren radikal. Die Partnerschaft wurde gekündigt, einseitig und ohne Vorwarnung, Schritt um Schritt, Hof um Hof. Die moderne Wissenschaft der Agronomie brachte den modernen Bauern das zupackende Denken bei. Im Gleichschritt mit dem rücksichtslosen Zupacken auf alle natürlichen Ressourcen und indigenen Völker dieser Welt wurde auch die Kuh versachlicht, zum lebendigen «Ding», mit dem man ungestraft machen kann, was man will, was uns nützt. Die Folgen sind für die Kühe spektakulär: Die maximale Milchleistung stieg in den letzten 200 Jahren von 1.800 kg Milch in 305 Tagen, was für mindestens vier Kälber reichte, auf über 35.000 Kg pro Laktation, das würde für 70 Kälber reichen. Das Durchschnittsalter von Milchkühen sank gleichzeitig auf kümmerliche 4,2 Jahre. Dabei sind sie erst mit 5 Jahren wirklich ausgewachsen. Die Kuh lässt das alles mit sich geschehen, sie hält den Vertrag, wie sie ist, treu, sanft, fruchtbar und verlässlich. Kühe, welche solche Höchstleistungen vollbringen, werden natürlich möglichst artgerecht gehalten. Das nennt man modern Kuhkomfort. Genauestens gerechnete Futterrationen, nach Bedarf zusammengestellt. Viel Getreide aus aller Welt, Soja aus Brasilien, geschützte Fette aus Palmöl aus Indonesien, Mineralstoffe und Vitamine aus Holland und Israel und möglichst viel Mais, Mais und nochmal Mais, etwas viel zu junges Heu aus der Region. Um die Pansenflora nicht ganz abstürzen zu lassen noch etwas sperriges wie Stroh oder Luzernestängel, Hefe oder andere Wundermittel. Alles im Futterwagen täglich frisch gemischt. Eine Art täglicher Smoothie. Der hochspezialisierten Feinschmeckerin wird also die Suppe, die Nachspeise, der Hauptgang, alles in einem Brei gemischt, 24 Stunden pro Tag vorgesetzt. So ausserhalb des natürlichen Zusammenhanges stehend, wird die Kuh zum Klimakiller. Ist sie aber nicht und war sie nie, im Gegenteil. Richtig und im Zusammenhang mit der Fläche gehalten und geweidet, wird sie vom Klimakiller wieder zum Humusaufbau Champion.
Für die Kuh würde die Neubelebung des Vertrages bedeuten, dass sie das Verhältnis zwischen ihrem Futter, ihrer Herdengrösse und der dazugehörigen Fläche im Gleichgewicht mit der Umgebung, organisiert bekommt. Das würde auch bedeuten, dass sie ihr Futter, selbst aussuchen und zusammenstellen kann. Sie bildet dann, geschmacklich angeregt, bis zu 30 Liter Speichel mehr pro Tag, puffert ihren Magen ab, veredelt und steigert schlussendlich über die gesunde wachgefütterte Verdauung ihre eigene Gesundheit. Dann über ihre Ausscheidungen auch die Gesundheit ihrer Umgebung. Erst so kann sie ihren zentralen Beitrag an das «Ganze» leisten. Erst so kann sie den Humus unter der Pflanzendecke, welche sie täglich nährt, aufbauen. Erst so wird durch das Weiden, den Tritt und den Dung der Kühe die allgemeine Fruchtbarkeit, der Ton Humuskomplexe, der Bodenkrümel auch wirklich gesteigert. Erst dann kann sie den Vertrag mit uns und der Welt, welcher ihr und unser Leben bestimmt und ermöglicht erfüllen. Es gibt viele seriöse wissenschaftliche Studien, die dies eindeutig und in aller Klarheit belegen. Futter für Kühe herumzufahren ist weder ökologisch noch ökonomisch sinnvoll.
Unsere traditionellen Graswirtschaftsgebiete sind überdüngt, in jedem eingekauften Futtersack steckt bekanntlich ein zusätzlicher halber Düngersack. Zusätzlich sind die Böden durch die schweren Maschinen geschädigt. Die Rückgabe der bodenheilenden ureigenen ökologischen Aufgabe an die Kuh, hat auf jedem Betrieb das Potential die Landwirtschaft von unten her zu reformieren und entscheidend zu verbessern. Vom Wesen der Kuh bestimmt, von klugen Menschen organisiert, von wachen Konsumentinnen gefördert, jeder macht, was er kann, mit Würde und Respekt. Auf die Politik müssen wir nicht warten. Sie soll nur wenigstens aufhören, das Falsche zu fördern. Wir haben begonnen. Das ist die Zukunft, da führt kein Weg vorbei. Erneuern wir diesen Vertrag und die Kuh wird zur Klimahelferin. Lokal und global in den Graswirtschaftsgebieten der Welt beginnt es.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen Allen, von Herzen, ein erfolgreiches Symposium.
Martin Ott Uerschhausen Schweiz, Im Juli 2026.
Zum Bild
Martin Ott langjähriger Meisterlandwirt, Autor und Stiftungspräsident des Forschungsinstituts für Biolandbau in Frick in der Schweiz. Schrieb unter anderem das Buch «Kühe verstehen» welches länger in den Bestsellerlisten auftauchte. Eine Fachzeitung schrieb dazu: «…. Nach der Lektüre von Martin Otts Buch sind Kühe für uns nicht mehr das, was sie waren….»
EURAC
Gemeinsam über den Stall der Zukunft nachdenken
Wie sieht ein Rindermilchviehstall aus, der auch in zwanzig Jahren den Bedürfnissen von Tier, Mensch und Umwelt gerecht wird? Angesichts des Klimawandels, sich wandelnder gesellschaftlicher Erwartungen, neuer technischer Möglichkeiten, wirtschaftlicher Herausforderungen und der Frage, wie tiergerechtere Haltungsformen künftig gestaltet werden können, gibt es darauf keine einfache Antwort. Umso wichtiger ist es, Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen und Blickwinkeln zusammenzubringen und den Austausch über mögliche Zukunftswege zu fördern. Aus unserer Sicht entstehen tragfähige Lösungen dort, wo Wissen aus Praxis, Planung und Forschung zusammenkommt. Landwirt:innen, Planer:innen, Tierärzt:innen, Architekt:innen, Forschende und viele weitere Akteur:innen bringen dabei jeweils ihre eigene Perspektive und ihr Fachwissen ein. Ziel des Symposiums ist es, diesen Austausch mittels Workshops zu ermöglichen und gemeinsam den Blick von den Herausforderungen der Gegenwart auf die Möglichkeiten der Zukunft zu richten. Mithilfe der Three-Horizons-Methode möchten wir einen offenen Denkraum schaffen. Dabei geht es unter anderem um die Fragen, welche Aspekte heutiger Rindermilchviehställe stehen unter Druck oder sind langfristig nicht mehr zukunftsfähig? Wie sehen zukunftsfähige Ställe im Jahr 2040 aus? Was muss in den nächsten 15 Jahren geschehen, damit diese Vision Realität werden kann? Wir verstehen das Symposium nicht als Konferenz mit fertigen Antworten, sondern als gemeinsames Experiment und interdisziplinäres Brainstorming. Von Schluderns sollen wichtige Impulse für die Zukunft der Milchviehhaltung im Alpenraum ausgehen.
eurac research – Institut für Regionalentwicklung
Kurt Sagmeister
Der (wahre) Wert eines Kulturfestivals für eine Region
Als ich die Anfrage erhielt, diesen Beitrag zu schreiben, war mein erster Impuls: ChatGPT fragen, einen geschmeidigen Artikel erzeugen lassen und die Aufgabe an einem heißen Freitag-Nachmittag rasch vom Schreibtisch bekommen. In fünf Minuten wäre ein Text entstanden, der niemandem wehtut, nirgendwo aneckt und wahrscheinlich genau deshalb dem Thema nicht gerecht geworden wäre.
Als langjähriger Direktor von Vinschgau Marketing bin ich aber zum Schluss gekommen, dass die künstliche Intelligenz die wirklichen Besonderheiten des Oberen Vinschgaus abseits der bekannten Sehenswürdigkeiten scheinbar noch nicht kennt und ein 0815-Text dem Charakter der Region, den Zielen des Festivals sowie auch meiner Verbundenheit zur Region nicht gerecht wird.
Deshalb folgen hier keine allgemein gültigen Festschriftfloskeln, sondern einige persönliche Gedanken über den Wert eines Festivals für eine Region.
Im fachlichen Kontext werden Veranstaltungen und Festivals gern über rein quantitative Faktoren bewertet. Wie viele Übernachtungen wurden generiert? Was wurde von den Teilnehmenden vor Ort konsumiert? Welche Wertschöpfung entstand durch die Ausgaben der Teilnehmenden und Organisatoren? Wie viele Medien haben darüber berichtet?
Diese Indikatoren sind zweifelsohne gut geeignet, um den wirtschaftlichen Wert eines Festivals zu quantifizieren, und werden gebraucht, um Sponsoren und Geldgeber zu überzeugen, im Folgejahr wieder dabei zu sein.
Meine Erfahrungen zeigen mir, dass die nicht quantifizierbaren Werte mindestens genauso groß, wenn nicht um ein Vielfaches größer sind:
- Ich habe den Vinschgau bei Journalisten, Gästen und Partnern immer gerne als Geheimtipp, etwas Unperfektes, Ungehobeltes und gelegentlich sogar Raues dargestellt. Ein solches Festival bringt genau dieses Gesicht des Oberen Vinschgaus an die Oberfläche und schafft damit ein Alleinstellungsmerkmal.
- Der gemeinsame Austausch in einem physischen und geistigen Raum ohne erhobenen Zeigefinger, der alle Gedanken zulässt, schafft Neues oder im Fachjargon die viel bemühte Innovation.
- Die ehrenamtliche Arbeit fürs Festival von unterschiedlichen Personengruppen, das Arbeiten an gemeinsamen Zielen, schafft Verbundenheit untereinander und zur Region.
- Der Austausch zwischen Gästen, Einheimischen, Experten, Praktikern und Künstlern schafft Verständnis füreinander.
- Schlussendlich wird uns das Festival hoffentlich auch einfach ein paar sorglose und unterhaltsame Stunden schenken, was in der heutigen Zeit mit multiplen Krisen vielleicht nötiger denn je ist.
Beim Schreiben dieser kurzen Überlegungen ist in mir die Vorfreude auf das Festival erwacht und nebenbei ein Gefühl der inneren Zufriedenheit, durch Anstrengung der eigenen Gehirnzellen einen kleinen Mehrwert für Organisatoren und Besucher des Festivals und meiner Heimatregion zu schaffen.
Hoffentlich ist dieses Gefühl auch den Organisatoren und Teilnehmenden des Festivals gegönnt.
Kurt Sagmeister
Leiter der Produkt- und Destinationsentwicklung bei IDM Südtirol
Vintschger Museum
Was hat das Vintschger Museum mit „a viecherei“ zu tun?
Das Vintschger Museum befindet sich in einem historischen Bauernhaus mit Wirtschaftsgebäude. Bereits das Gebäude zeugt von einer Lebensweise, die den Obervinschgau über Jahrhunderte geprägt hat und bis heute prägt: die Landwirtschaft. Landwirtschaft ist ein Thema, das sich durch viele Ausstellungen des Vintschger Museums zieht. Sie erzählen von der Nutzung der Landschaft, von Arbeit und Handwerk sowie von den Lebensbedingungen vergangener Generationen. Die Ausstellungen im Vuseum machen die enge Verbindung zwischen Mensch, Landschaft und Arbeit sichtbar. Sie zeigen, wie die Menschen den Obervinschgau genutzt und mit den Bedingungen dieser Landschaft gelebt haben: von den frühen Siedlungen am Ganglegg über die Bedeutung der Waale für die landwirtschaftliche Nutzung bis hin zum bäuerlichen Alltag und der Pferdezucht.
Im Vintschger Museum arbeitet auch das Chronikteam Schluderns, das historische Dokumente, Bilder und Erinnerungen aus dem Ort sammelt und aufarbeitet. Zu diesen Quellen zählt die von Johann Plattner im Oktober 1916 angefertigte Viehschätzung des Gemeindegebiets Schluderns.
1916: 127 Haushalte/Betriebe mit Viehhaltung, 575 Rinder, 4,5 Tiere pro Betrieb
2000: 72 Haushalte/Betriebe mit Viehhaltung, 1.248 Rinder, 17,3 Tiere pro Betrieb
Quellen: Viehschätzung von Oktober 1916 (Chronik Schluderns: Sammlung Plattner) und ASTAT, 5. Landwirtschaftszählung 2000.
Der Vergleich mit der Landwirtschaftszählung des Jahres 2000 macht den Wandel in der Landwirtschaft von Schluderns deutlich. Während 1916 in 127 Haushalten insgesamt 575 Rinder gehalten wurden, waren es im Jahr 2000 noch 72 Betriebe mit insgesamt 1.248 Rindern. Gleichzeitig stieg die durchschnittliche Anzahl der Tiere pro Betrieb deutlich an. Den größten Bestand der Vieh-Schätzung von 1916 verzeichnete Josef Peer (Posthotel Hirsch in Spondinig) mit 19 Rindern. Wer die Vieh-Schätzung im Original sehen möchte, hat während des Kulturfestivals „suido – a viecherei“ im Vuseum Gelegenheit dazu.
Im Rahmen des Kulturfestivals „suido – a viecherei“ finden im Vintschger Museum verschiedene Veranstaltungen statt. Die bäuerliche Stube wird dabei zum Ort für gemeinsames Erzählen, Zuhören und Austauschen. (siehe Porgramm)
Darüber hinaus lädt das Vintschger Museum im Rahmen der Sonderausstellung „Topografie des Vinschgaus – Kunst & Literatur aus der Sammlung Bernhart“ am 25. September um 19:00 Uhr zu einer Lesung von Toni Bernhart ein.
Literatur zur "viecherei"
Literaturverzeichnis Landwirtschaft & Viecherei:
- Baars, Ton; Schmidt, Gernot; Obrich-Majer, Michael (Hg.) (2005): Linienzucht mitKuhfamilien. Basis für eine biologische Rinderzucht. 1. Aufl. Darmstadt: VerlagLebendige Erde. ISBN: 3-921536-66-9
- Becvar, Wolfgang (1998): Wege zur ganzheitlichen Landwirtschaft. Klosterneuburg:Österreichischer Agrarverlag. ISBN: 3-7040-1304-8
- Becvar, Wolfgang (2000): Rinder natürlich heilen. Stuttgart (Hohenheim) & Leopoldsdorf:Eugen Ulmer Verlag & Österreichischer Agrarverlag. ISBN (Österreich): 3-7040-1735-3; ISBN (Deutschland): 3-8001-3542-6.
- Bienerth, Martin (2014): Alpsicht. Hirtengeschichten. Lenzburg: Faro, Fona Verlag AG.ISBN: 978-3-03781-072-9x
- Bio-Ring Allgäu e.V.: Arbeitskreis Hörner tragende Kühe (Hg.) (2010): Die Kuh und ihre Hörner. Erfahrungen und Untersuchungen. Kempten: KKW-Druck GmbH.ISBN: 3924809-89-5
- Bogner, Markus (2016): Selbst denken, selbst machen, selbst versorgen. Ein Bauer zeigt, wie’s geht. München: oekom Verlag. ISBN: 978-3-86581-811-9
- Gnadl, Birgit (2008): Klassische Homöopathie für Rinder. 3. Aufl. Übersee/Feldwies:Eigenverlag Baumgartner. ISBN: 978-3-00-024914-3
- Grandin, Temple; Johnson, Catherine (2015): Ich sehe die Welt wie ein frohes Tier. Eine Autistin entdeckt die Sprache der Tiere. Hannover: Verlag Rad und Soziales. ISBN: 978-3-945668-10-8
- Herren, Hans Rudolf (2016): So ernähren wir die Welt. Erste Auflage. Zürich: rüffer & rub Sachbuchverlag GmbH. ISBN: 978-3-906304-05-2
- Idel, Anita (2016): Die Kuh ist kein Klimakiller! Wie die Agrarindustrie die Erde verwüstet und was wir dagegen tun können. 6. Aufl. Marburg: Metropolis-Verlag. ISBN: 978-3-7316-1209-4
- Jensen, Annette; Scheub, Ute (2014): Glücksökonomie. Wer teilt, hat mehr vom Leben. München: oekom Verlag. ISBN: 978-3-86581-661-0
- Kulturgemeinschaft zur Förderung/Pflege des Biologisch-Dynamischen Landbaus e.V.(Hg.) (2002): Die Kuh braucht ihre Hörner! s.l.: Arbeitskreis Hörner tragende Kühe.Kempten: KKW-Druck GmbH. ISBN: 3-00-008834-2
- Loriol, Christine (2019): Damit wir auch in Zukunft eine Zukunft haben. Ernst Frischknecht – der Bio Pionier. Zürich: elfundzehn. ISBN: 978-3-905769-57-9
- Lutzenberger, José; Gottwald, Franz-Theo (o.J.): Wege aus der Ernährungskrise. Frankfurt/New York: Campus Verlag. Löwenstein, Felix zu (2011): Food crash. Wir werden uns ökologisch ernähren oder gar nicht mehr. München: Pattloch Verlag GmbH & Co. KG. ISBN: 978-3-629-02300-1
- Ott, Martin (2011): Kühe verstehen. Eine neue Partnerschaft beginnt. 7. Aufl. Lenzburg:Faro, Fona Verlag AG. ISBN: 978-3-03781-033-0
- Pater, Siegfried (Hg.) (1996): Wir können die Natur nicht verbessern. Reden und Aufsätze des brasilianischen Ökologen José Lutzenberger. Bonn: Edition Siegfried Pater Nr. 2. ISBN: 3-931988-01-5
- Rademacher, Günter (2003): Kälberkrankheiten. Ursachen und Früherkennung. Neue Wege für Vorbeugung und Behandlung. 2. Aufl. Stuttgart: Eugen Ulmer GmbH & Co. ISBN: 3-8001-4211-2
- Remer, Nicolaus (o.J.): Tierhaltung und Bodenfruchtbarkeit. Rudolf Steiners Landwirtschaftlicher Impuls. Band 4, Teil 1. Ottersberg: Froben Druck GmbH & Co. KG.
- Scheub, Ute; Schwarzer, Stefan (2017): Die Humusrevolution. Wie wir den Boden heilen, das Klima retten und die Ernährungswende schaffen. München: oekom Verlag. ISBN: 978-3-86581-838-6
- Schweisfurth, Karl Ludwig (Hg.) (2014): Symbiosen. Zum Nutzen unserer Nutztiere. Das Experiment Symbiotische Landwirtschaft. München: Color Gruppe.
- Slow Food Deutschland e.V. (Hg.) (2022): Umweltgerechte und nachhaltige Fleischwirtschaft am Beispiel Rind. Gute Praxisbeispiele für sozial-ökologisch innovative Betriebsformen. Berlin: Slow Food.
- Steinwidder, Andreas; Starz, Walter (2015): Gras dich fit! Weidewirtschaft erfolgreich umsetzen. 1. Aufl. Graz: Leopold Stocker Verlag GmbH. ISBN: 978-3-7020-1516-9
Weiterführende Literatur:
- Bienerth, Martin; Heinrich, Marcel (2016): Alpengold. Kartoffeln und Käse aus den Bergen. Lenzburg: Fona Verlag. ISBN: 978-3-03781-092-7
- Flammer, Dominik; Müller, Sylvan (2017): Das kulinarische Erbe der Alpen. 4. Aufl.Aarau: AT Verlag. Online verfügbar unter https://permalink.obvsg.at/AC13719246.ISBN: 978-3-03800-735-7
- Faltin, Günter (2010): Kopf schlägt Kapital. Die ganz andere Art, ein Unternehmen zu gründen. Von der Lust, ein Entrepreneur zu sein. 6 CDs, 1 DVD. Berlin. ISBN: 9783-000-30009-7
Literatur zum Obervinschgau
Literaturverzeichnis Obervinschgau
- Raffeiner, Herbert (Hg.) et al. (2020): Glurns zwischen Spätmittelalter und Früher Neuzeit.Bozen: Athesia Verlag.
- Bradamante, Karl; Schweiggl, Martin (1959): Obervinschger Auen: Erlenwälder, Tümpel, Schilfmooreund Feuchtwiesen zwischen mäandrierenden Bachläufen; in Schluderns, Glurns, Prad und Laas erleben wir noch die Saatroggenbau im Obervinschgau.
- Bozen: Borgogno. Ciresa, Maximilian (2017): Rätoromanischer Obervinschgau: die Sprachentwicklung im Mittelalter. In:Südtirol in Wort und Bild (2017), S. 30 – 34.
- Haller, Franz (1987): Das Brauchtum des Scheibenschlagens im Obervinschgau. Bozen: Verl.-Anst. Athesia.
- Hutter, Kathrin (2023): Südtirols Geschichte der Landwirtschaft und die Resilienz landwirtschaftlicher Betriebe im oberen Vinschgau. Innsbruck: Universität Innsbruck.
- Jenerwein, Herbert (2008): Die Karrner im Obervinschgau. In: Der Schlern (2008), S. 22 – 31.
- Kaserer, Walter (1995): Viehwirtschaft im Oberen Vinschgau: 100 Jahre Braunviehzuchtgenossenschaften. Schlanders: Kofel GmbH.
- Holtkamp, Carolin (2020): Der Malser Weg. Geschichte einer sozialen Bewegung für Demokratie und nachhaltige Regionalentwicklung. Kassel: university press Kassel, Universität Kassel. In:Entwicklungsperspektiven, Nr. 110.
- Loose, Rainer (1972): Dorf und Einzelhof im oberen Vintschgau/Südtirol: zwei Thesen zurSiedlungsformengenese Tirols. Frankfurt am Main: DLG-Verlag.
- Mahlknecht, Bruno (2003): Auf Schleich- oder Schmuggelwegen im oberen Vinschgau. In: Südtiroler Hauskalender (2004), S. 81 – 84.
- Neunhäuserer-Wallnöfer, Gabriele (2021): Stets das Ziel vor Augen. Die beeindruckende Geschichtevon Karl Wallnöfer, 1940* aus dem ehemals armen Obervinschgau. Brixen: A. Weger.
- Nothegger, Florentin (1975): Über das Rätoromanische im Obervinschgau. In: Der Schlern (1975), S. 101.
- Organisationskomitee Internationales Kleinkunstfestival Obervinschgau (1990): Kleinkunstfestival Obervinschgau.
- Pan, Christoph; Volz, Udo (1968): Eine Chance für’s obere Vinschgau? In: Gossensass als wirtschaftliches und soziales Problem (1966). Bozen: Südtiroler Wirtschafts- und Sozialinstitut.
- Unterholzner, Leo (o.J.): Sesvenna: Schmetterlinge im Gebiet der Sesvennagruppe; ein Forschungsprojekt der S.E.L. Meran: Union Meran.
- Unterholzner, Leo (2020): Wiesenbrüter in der Terra Raetica: Malser Haide 2019 – 2020: Interreg Projekt Terra Raetica VI – 07 (CLLD). Tscherms: Südtirol Druck.
- Wilhalm, Thomas; Winkler, Joachim (2012): Die Flora des Obervinschgaus in den Gemeinden Mals und Graun. In: Der Schlern (2012). 96 S.
Hannes Götsch
Unsere Kultur beschreibt, wer wir sind, wie wir arbeiten, miteinander reden, Gäste empfangen und ob wir als Gesellschaft gefestigt mit stetigem Wandel umgehen können.
Konrad hat mir die Frage der “Not-Wendigkeit von Kulturarbeit” gestellt. Ja, wir haben die “Not” für unsere kulturellen Werte einzustehen. Und ja, Kunst und Kultur müssen offen sein, sich entwickeln dürfen,frei sein, hinterfragen, wendig und inspirierend wirken.
suido bearbeitet diese Vielschichtigkeit mit Tiefe und Zeitgeist! Ich bin schon jetzt neugierig auf “a viecherei”, gespannt auf das Unbekannte und wünsche allen viel Freude und Erfolg!