Musik Streetwork
3 sehr unterschiedliche Ansätze kommen an sehr unterschiedlichen Orten im Dorf zum Einsatz. Hauptsache, man lässt sich darauf ein.
1. Spinnen = zur Ruhe kommen.
Wer mag, setzt sich hin, dreht das Spinnrad, setzt sich Kopfhörer auf, bemerkt, was für Musik damit erzeugt wird und liest ein Gedicht oder schaut in die Luft… .
Die Musik besteht in diesem Falle aus “generativen patches”, sich kaum wiederholende sehr atmosphärische elektronische Musik, die durch das Spinnrad und deren Bewegung mit dem Fuß überhaupt erst möglich und auch laufend beeinflusst wird.
Tonmaterial sind Viechtwengener Tänze aus dem 18.Jh, die sich in einer umrahmten Zufälligkeit der Vorhersehbarkeit entziehen und somit zeitfrei erscheinen. Die elektronische Musik wird durch modulare Synths (digital) erzeugt. Die vielen in diesem Falle virtuellen Kabel erinnern sehr an tausend Fäden. Das schöne am Spinnen ist, dass man eine vertikale bidirektionale Bewegung in eine Drehbewegung mit nur einer Richtung umwandelt. Das daraus entstehende Trägheitsmoment lässt die Bewegungen verschmelzen und dadurch atmet der Rhythmus, wenn die Bewegung einmal die beständige Ruhe erreicht hat.
Wer das Spinnrad einmal gespielt hat, merkt, was geringe Veränderungen im Gleichgewicht der Musik bewirken und wie lange und behutsam Veränderung gemacht werden muss, damit die Musik nicht den Puls verliert. Das Spinnen ist sozusagen das Herz der Sache, das die Dinge zur Ruhe bringt.
Es passiert an einem schönen Ort, die Menschen schauen einfach in die Gegend.
Technische Anforderungen. Strom 220V // 3 Steckdosen 2 Stühle.
2. Etschpachl
Es gibt aus der Historie keine (Die Recherche war gut, doch auch nicht bis in alle Winkel) Lieder, die die Etsch behandeln. Luis Stefan Stecher hat ein Gedicht “Polli deis Etschpachl lai häar” dazu gemacht und ich habe es mit Opas Diandl vertont. 1. Variante: Hier würde ich einfach da sitzen und wem mag das Lied lernen. 2. Variante: Es gibt ein 1 zu 1 Konzert von diesem Lied.
3. Variante: 1 und 2.
3. Jodel to go
Auf einer Strecke von sagen 28 Schritten gehe ich einfach mit wem der mag kurz mit und wir singen einen einfachen Jodler. Das ist alles. Die Strecke wird mit einem Klebeband am Boden markiert.
Arbeitszeiten: täglich am Nachmittag
keine Anmeldung erforderlich, einfach: man/frau macht mit.
Termine
Montag, 21. September
- 14:00 - 18:00 (im Dorf)
Dienstag, 22. September
- 14:00 - 18:00 (im Dorf)
Mittwoch, 23. September
- 14:00 - 18:00 (im Dorf)
Donnerstag, 24. September
- 14:00 - 18:00 (im Dorf)
Freitag, 25. September
- 14:00 - 18:00 (im Dorf)
