Waldboden
Wald ist vollendete Natur,
das Ergebnis steten Ausgleichs: Wachstum, Verfall, modernde Vielfalt.
Abseits von Zeit – mit Wald ist ein Zustand erreicht,
der sich selber am Leben erhält.
Alles hat Anteil, alles wird gebraucht. Nichts geht verloren.
Eine Art von Ewigkeit – soweit es Ewigkeit auf dieser Erde geben kann.
Offensichtlich gehört zur Ewigkeit auch der Tod.
Vor allem. »Totholz« – Voraussetzung für Wandel und Erneuerung.
Nun, stellen wir uns auf festen Boden:
In 1m² Boden des Waldes finden sich:
60.000.000.000.000 Bakterien, 1.000.000.000 Pilze, 500.000.000 Einzeller,
10.000.000 Fadenwürmer, 1.000.000 Algen, 150.000 Milben,
100.000 Springschwänze, 25.000 Ringelwürmer, 200 Regenwürmer, 100 Käfer,
150 Tausendfüßer, 50 Spinnen, 50 Asseln …
Genug, um die oberste Schicht der Erde zu beleben:
den Boden zu lockern, das Wasser zu speichern, Stickstoff zu binden.
Unermüdliche, lichtscheue Bodenwelt …
(aus dem Stundenweg, Tafel 20)
Christoph Stöckl aus Prutz führt ein Stück weit in diese Waldwelt.
Termine
Mittwoch, 23. September
- 14:00 - 17:00 (Kulturhaus Schluderns, Griggwaal)
